Working Capital Management

Aktiengesellschaft bzw. Unternehmen können die Rendite steigern, indem diese Zahlungen erhalten bevor die Produkte geliefert werden und darüber hinaus bezogene Waren erst Wochen später nach der Lieferung bezahlen.

Die korrekte Umsetzung des optimalen Working Capital Management, oder anders ausgedrückt die optimale Umsetzung der Kapitalbindung eines Unternehmens, sollte bei der fundamentalen Aktienanalyse beachtet werden. Das Working Capital Management beschreibt das bestmögliche Verhältnis zwischen Umlaufvermögen und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten. Ist das Umlaufvermögen zu hoch wird zu viel Kapital gebunden. Dieses senkt die Unternehmensrentabilität. Ist das Umlaufvermögen zu gering, kann es vorkommen, dass Verbindlichkeiten nicht beglichen werden können. Die Liquiditätskennzahlen des Working Capital Management geben über die kurzfristige Finanzierung des Unternehmens Aufschluss.

Die Finanzkennzahlen Debitoren- und Kreditorenlaufzeit geben über das Management einen ersten Überblick. Die Liquiditätskennzahlen zeigen einen detaillierteren Einblick.

Debitorenlaufzeit

Die Debitorenlaufzeit berechnet sich wie folgt:

    \[ \boxed{\mathrm{Debitorenlaufzeit=\frac{Durchschnittliche~Forderungen~aus~LuL~*~360}{Umsatzerloese}}}\ \]

 

Das Ergebnis sagt aus, wie lange es dauert, bis die Rechnungen des Unternehmens beglichen wurden. Das Forderungsmanagement des Unternehmens muss dafür sorgen, dass die Debitorenlaufzeit nicht ansteigt. Eine ansteigende Debitorenlaufzeit schmälert den operativen Cashflow. Um eine Aussage über die Debitorenlaufzeit machen zu können muss die Kreditorenlaufzeit ermittelt werden.

Kreditorenlaufzeit

Die Kreditorenlaufzeit berechnet sich wie folgt:

    \[ \boxed{\mathrm{Kreditorenlaufzeit=\frac{Durchschnittliche~Verbindlichkeiten~aus~LuL~*~360}{Materialaufwand}}}\ \]

 

Im Gegensatz zur Debitorenlaufzeit, gibt das Ergebnis der Kreditorenlaufzeit an, wie lange sich das Unternehmen Zeit lässt Rechnungen mit Lieferanten zu begleichen. Für effiziente Unternehmen gilt:

 

 

Debitorenlaufzeit < Kreditorenlaufzeit