Eigenkapitalquote

Die Eigenkapitalquote (EK-Quote) gehört zu den wichtigsten Kennzahlen der Unternehmensbilanz. Diese Kennzahl spiegelt das Verhältnis zwischen Eigenkapital und Gesamtkapital wider. Je höher die Eigenkapitalquote, desto geringer ist die Verschuldung der Aktiengesellschaft.

Ein hoher Wert wird von den Gläubiger, Ratingagenturen, Kreditinstituten und Gesellschafter, also den Aktionären, gewünscht. Ein weiterer Vorteil einer hohen EK-Quote ist die bessere Kreditwürdigkeit, welche von den Ratingagenturen festgelegt wird. AG’s mit einer guten Kreditwürdigkeit erhalten günstigere Kredite. Geringere Zinssätze und Tilgungszahlen sind positive Nebeneffekte. Das Eigenkapital dient als Grundlage für weitere Finanzierungsentscheidungen.

Der Vorteil von Fremdkapital ist die steuerliche Abzugsfähigkeit, da Fremdkapitalzinsen die Steuerlast eines Unternehmens senken. Gläubiger werden im Insolvenzfall bevorzugt, da die Eigenkapitalgeber erst nach den Fremdkapitalgeber bedient werden.

 

Bilanz: Eigenkapitalpositionen

  • Gezeichnetes Kapital
  • Kapitalrücklagen
  • Gewinnrücklagen
  • Jahresüberschuss

Berechnung – wirtschaftliches Eigenkapital

Summe des Eigenkapital im Jahresabschluss
+ 50 % der Sonderposten mit Rücklageanteil
– Firmenwert
+ Gesellschaftsdarlehen
– sonstige Forderungen an Gesellschafter
– eigene Aktien
– sonstige Mezzanine-Kapital
= wirtschaftliches Eigenkapital

 

    \[ \boxed{\mathrm{Eigenkapitalquote=\frac{Eigenkapital}{Bilanzsumme}}}\ \]

 

Aktiencheck24 empfiehlt einzig Unternehmen auszuwählen, die eine Eigenkapitalquote von mindestens 30 % aufweisen. Eine angemessene Quote beginnt ab 35 %.

Aktiengesellschaften mit einem angemessenen Eigenkapital sind besser gegen politische und finanzielle Risiken geschützt. In Krisenjahren dient das Eigenkapital als Puffer, sodass kurzfristige Forderungen beglichen werden können. Unternehmen mit einer geringen Eigenkapital können daher schnell Zahlungsunfähig werden und Konkurs gehen.