Anlagendeckungsgrad

Die goldene Bilanzregel lautet: Langfristiges Vermögen sollte langfristig finanziert sein!

Anlagendeckungsgrad 1

Die Anlagendeckung oder auch Kapitaldeckung genannt, beschreibt die prozentuale Deckung des Anlagevermögens durch Eigenkapital. Je höher der Deckungsgrad ist, desto finanziell stabiler ist das Unternehmen. Bei einer mangelhaften finanziellen Deckung kann das Unternehmen bei fälligen Verbindlichkeiten in Zahlungsnot geraten. Daher muss die Finanzierungsdauer von Investitionen muss mit der Kapitalbindungsdauer abgestimmt sein.

Der Zielwert der Anlagendeckung 1 liegt zwischen 70 % und 90 %. Eine Deckung über 100 % weist auf eine erhöhte Sicherheit hin, welche die Unternehmensrendite schmälern lassen kann.

    \[ \boxed{\mathrm{Anlagendeckungsgrad~1=\frac{Eigenkapital}{Anlagevermoegen}}}\ \]

Anlagendeckungsgrad 2

Durch die Betrachtung des langfristigen Fremdkapitals kann der Anlagendeckungsgrad II berechnet werden. Ein Anlagendeckungsgrad II von 130 % ist ausreichend. Vor allem bei zyklischen oder unwirtschaftlichen Unternehmen sollte der Anlagendeckungsgrad betrachtet werden.

    \[ \boxed{\mathrm{Anlagendeckungsgrad~2=\frac{Eigenkapital+langfr. FK}{Anlagevermoegen}}}\ \]