Fachbegriffe zum Thema ETF

 

Ausgabeaufschlag – entfällt bei ETF

Der Ausgabeaufschlag ist beim Kauf eines aktiv geführten Investmentfond die Differenz zwischen Ausgabepreis und dem Anteilwert. Dieser Betrag geht an den Berater der Fondgesellschaft. Beim Verkauf entsteht in der Regel kein Ausgabeaufschlag. Bei einem ETF wird kein Ausgabeaufschlag berechnet.

 

Anteilwert

Der Anteilwert ist der Wert des Fondsanteils. Teilt man das gesamte Fondsvermögen durch die Anzahl der ausgegebenen Fondsanteile so erhält man den Anteilwert eines Fondsanteils.

 

Asset Management

Asset Management ist mit Vermögensverwaltung gleichzusetzen. Vermögensverwalter (Asset Manager) steuern das Anlagevermögen privater oder institutioneller Anleger nach Risiko- und Ertragsgesichtspunkten.

 

Anlageklasse

Eine Anlageklasse oder auch Assetklasse genannt ist eine Gruppe von Anlagen, die eine gemeinsame Eigenschaft aufweisen. Man unterteilt zum Beispiel in Rohstoffe, Edelmetalle wie Gold und Öl, Aktien, Bargeld, Immobilien, Anleihen. Anlagen in Aktien weisen, historisch gesehen, die höchste Rendite auf.

 

WKN

Die Wertpapierkennnummer, vereinzelt auch WPKN oder WPK genannt, dient zur Identifikation des Wertpapieres, welches an der Börse in Deutschland gehandelt werden kann. Diese Kennnummer ist 6-stellig.

 

ISIN

Die ISIN ist die Abkürzung für International Securities Identification Number und ist eine 12-stellige internationale Wertpapierkennnummer. Diese löst die WKN ab. Deutsche Wertpapiere werden mit beiden Identikfikationsnummern (WKN + ISIN) angegeben.

 

Aktienstrategie

Sie benötigen keine Anlagestrategie mit der Sie angeblich mehr Rendite erwirtschaften. Viele Investoren handeln nach diversen Strategien. Aktiencheck24 sagt Ihnen, dass dieses reiner Blödsinn ist. Wenn Sie nach einer Strategie handeln, sind Sie nur einer von vielen. Sie sind ein Herdenmitglied. Ein Teil der Masse, die mit Aktien auf den Hintern fallen werden.

Das einzige was Sie für sich entscheiden sollten ist, ob Sie ein Dividendeninvestor sein möchten. Möchten Sie in Zukunft von Ihren Dividenden leben und Ihren Unterhalt finanzieren? Dann sollten Sie voranging in Aktien investieren, die Dividenden ausschütten.

 

Sparplanfähig

Wann Sie zu sparen beginnen, ist nicht so wichtig. Mit einem Sparplan auf einen Aktien-Indexfonds kaufen Sie regelmäßig ETF Anteile. Da Aktienkurse zum Teil stark schwanken, schwankt auch der Wert von ETFs. Es ist also möglich, dass der Wert des ETFs kurzzeitig (1 bis 5 Jahre) ins Minus wandert. Wir empfehlen Ihnen aus diesem Grund, nur Geld in einem Sparplan anzulegen, das Sie in den nächsten 10 bis 15 Jahren nicht benötigen! Langfristig (ab 10 Jahre) wurden Verluste in der Vergangenheit immer wieder aufgeholt.

Mit kleinen Beträgen von mindestens 10 bis 25 € können Sie monatlich in einen ETF oder Aktien einzahlen. Dieses geschieht vollautomatisch, sodass Sie sich um nichts weitere kümmern müssen.

Sparpläne auf Aktienfonds bieten über einen Zeitraum von 10 bis 15 Jahren besonders gute Renditeaussichten. Historisch liegt die Rendite um die 8 % und sind damit deutlich attraktiver als Bausparpläne oder Riester-Renten, die eine Rendite von max. 2% aufweisen. Spardauer und -beträge sowie die Zahlungsintervalle können Sie jederzeit anpassen: Sie sind also sehr flexibel.

 

TER

Das TER, Total Expense Ratio oder Gesamtkostenquote, zeigt die jährliche Kosten bei einem Investmentfonds / ETF. In der Gesamtkostenquote sind Verwaltungsgebühren für die Fondsgeschäftsführung, Wirtschaftsprüfer oder Portfoliomanagement, Depotbankgebühren, Transaktionskosten enthalten.

Durch die Berechnung des Total Expense Ratio verbessert sich die Vergleichbarkeit einzelner Fonds, jedoch ist eine vollkommene Kostentransparenz nicht gegeben, da Gebühren, die aus Käufen und Verkäufen innerhalb des Fondsvermögens entstehen (Handelskosten, ggf. Börsenumsatzsteuern etc.), sowie erfolgsabhängige Vergütungen (performance fees) nicht enthalten sind.

Bei aktiven geführten Fonds fallen des Weiteren sonstige Kosten, wie z.B. für Beratungsleistung, Spesen für Anlageausschusssitzungen an.

Weniger irreführend kann dagegen die noch weniger verbreitete Real Total Expense Ratio (Abkürzung: RTER bzw. realTER) sein. Die Real Total Expense Ratio ist eine Kennzahl, die die tatsächlichen Gesamtkostenquote darstellt. Die Formel lautet:

RTER = TER + Handelskosten + Erfolgshonorare + sonstige Kosten des Fonds

 

Thesaurierende oder ausschüttende Replikation

Man unterscheidet zwischen thesaurierenden und ausschüttenden ETFs. Zum Ende einer Wirtschaftsperiode werden Anleger, die Aktien oder Fonds besitzen, mit Dividenden belohnt.  Bei ausschüttenden Fonds werden die Dividenden an den Anleger ausgeschüttet. Der Nachteil ist, dass Dividenden besteuert werden müssen. Thesaurierende Fonds reinvestieren die Dividenden sofort wieder in den Fonds, sodass der Wert des Fonds schneller steigt.

Der Gewinnanteil von thesaurierenden und ausschüttenden Fonds wird an das Finanzamt ausgewiesen und muss auch als solcher versteuert werden. Ob der Gewinnanteil des Fonds direkt in neue Fondsanteile investiert wurde (thesauriert) oder dem Anleger ausgeschüttet wurde spielt dabei keine Rolle. Aus steuerlichen Aspekten ist es demnach egal, ob ein thesaurierender oder ausschüttender Fonds gewählt wird.

Eine Ausnahme sind ausländische Fonds, die Zins- und Dividendenerträge thesaurieren.  Die Besteuerung findet erst beim Verkauf der Anteile statt. Somit entsteht ein Steuerstundungseffekt. Anleger, die damit rechnen, dass sie zum Verkaufszeitpunkt einem geringen Steuersatz unterliegen, können so den vollen Zinseszinseffekt nutzen und auch die Steuerabgabelast senken.

 

Indexnachbildung

Investoren sollten sich vor jedem ETF-Investment fragen, welche Ansprüche sie an ihr Portfolio stellen: Wollen sie höchstmögliche Wertetreue oder sehr indexnahe Rendite? Wollen sie eine Konstruktion ohne Derivate oder Renditeoptimierung durch Steuervorteile?

 

VL-Fähig

Der Arbeitgeber zahlt und der Staat fördert: Bei vermögenswirksamen Leistungen (VL) können Arbeitnehmer profitieren. Besonders beim ETF VL Sparen bieten VL-Verträge einen Einstieg in den langfristigen Vermögensaufbau mit einer hohen Rendite. Wer sie nicht nutzt, verschenkt Geld!

Sparer erhalten zusätzlich zum Bruttogehalt bis zu 40 Euro monatlich vermögenswirksame Leistungen und können diesen Betrag mit einem Eigenanteil aufbessern.

ETF eignen sich besonders gut, um das Ziel des Vermögensaufbaus zu erreichen. Denn um die Förderung zu kommen, müssen VL-Sparpläne sechs Jahre lang ausgeführt werden. Das siebte Jahr gilt als Sperrfrist. Danach kann frei über das angesparte Vermögen verfügt werden. Ein weiterer positiver Aspekt des monatlichen Sparens ist der Cost-Average-Effekt, durch den negative Markteinflüsse, die den Wert des ETF kurzzeitig senken können, besser kompensiert werden können.